Texte zum Alltäglichen -
der wöchentliche Schreibblog

Kleine Süchte
Alles ein bißchen viel:
ein bisschen voll,
ein bisschen schnell
und ziemlich gedrängt,
zeitlich beschränkt,
einfach mal loslassen können
mal nichts tun,
und Ruhe einkehren lassen.
Stattdessen dann:
ein Tässchen,
ein kleines Schlückchen,
ein Stückchen dazu
oder gleich 'nen Riegel,
noch schnell in die Tüte greifen
und auch ein zweites Mal,
was zum Lutschen, Schlucken, Beißen.
Alles ein bisschen viel:
die Themen,
die Pläne,
die Listen,
ohne den Überblick zu verlieren,
besser mal was sacken lassen,
den Blick nach draußen richten,
was Entspannendes im Kopf zulassen.
Stattdessen dann:
ein Blick aufs Handy,
schnell Nachrichten gucken
und noch Emails checken,
eben mal Emojis verschicken,
einen putzigen Clip verdrücken
und sogleich auch Freunde damit beglücken,
was wollte ich noch mal?
Alles ein bisschen viel:
am Abend zu Hause,
die Familie,
die Kinder und eigene Eltern,
Mann und Geschwister,
das Haus, das Geld,
ganz zu schweigen von der Welt,
ob Wirtschaft, ob Klima hält?
Doch stattdessen:
sich mal was gute tun,
sich auch was gönnen,
was Schönes im Internet gesichtet,
Konto und Anfänger-Rabatt gleich mit eingerichtet,
alles in der Nacht noch online bestellt,
am nächsten Tag wird’s zugestellt,
alle Wünsch gestillt.
Alles ein bisschen viel:
nicht abschalten,
nicht einschlafen können.
Stattdessen zwei Folgen aus der Staffel geschaut,
die dritte kommt schnell dazu,
da wird’s später als geplant,
morgen dann ein neuer Tag.
Texte zum Alltäglichen -
der wöchentliche Schreibblog

Kleine Süchte
Alles ein bißchen viel:
ein bisschen voll,
ein bisschen schnell
und ziemlich gedrängt,
zeitlich beschränkt,
einfach mal loslassen können
mal nichts tun,
und Ruhe einkehren lassen.
Stattdessen dann:
ein Tässchen,
ein kleines Schlückchen,
ein Stückchen dazu
oder gleich 'nen Riegel,
noch schnell in die Tüte greifen
und auch ein zweites Mal,
was zum Lutschen, Schlucken, Beißen.
Alles ein bisschen viel:
die Themen,
die Pläne,
die Listen,
ohne den Überblick zu verlieren,
besser mal was sacken lassen,
den Blick nach draußen richten,
was Entspannendes im Kopf zulassen.
Stattdessen dann:
ein Blick aufs Handy,
schnell Nachrichten gucken
und noch Emails checken,
eben mal Emojis verschicken,
einen putzigen Clip verdrücken
und sogleich auch Freunde damit beglücken,
was wollte ich noch mal?
Alles ein bisschen viel:
am Abend zu Hause,
die Familie,
die Kinder und eigene Eltern,
Mann und Geschwister,
das Haus, das Geld,
ganz zu schweigen von der Welt,
ob Wirtschaft, ob Klima hält?
Doch stattdessen:
sich mal was gute tun,
sich auch was gönnen,
was Schönes im Internet gesichtet,
Konto und Anfänger-Rabatt gleich mit eingerichtet,
alles in der Nacht noch online bestellt,
am nächsten Tag wird’s zugestellt,
alle Wünsch gestillt.
Alles ein bisschen viel:
nicht abschalten,
nicht einschlafen können.
Stattdessen zwei Folgen aus der Staffel geschaut,
die dritte kommt schnell dazu,
da wird’s später als geplant,
morgen dann ein neuer Tag.