Texte zum Alltäglichen -
der wöchentliche Schreibblog

Hoffnungsschimmer
Ich weiß nicht recht. Dieses Wort klingt nach schwierigen, schlechten, dunklen und hoffnungslosen Zeiten. Klingt nach früher und nach alten Menschen, die noch den Krieg erlebt und davon erzählten haben damals, als ich ein Kind und später eine Jugendliche war.
Wobei, so ein Unsinn. Kriege gab es immer und wird es immer geben. Wir sehen es ja auch jetzt wieder und hätten es nicht für möglich gehalten. Da streiten die einen um Religionen und Ideologien, um Land, Besitz und Macht und hoffen auf den Sieg. Und die vielen anderen klammern sich an die Hoffnung, dass es nicht so schlimm kommen und bald vorbei sein wird.
Ständig hoffen wir. Dass wir gute Freunde finden, die große Liebe uns erhört, wir den gewünschten Job oder Wohnung bekommen, genügend Geld haben für das Überleben, nicht krank werden oder falls doch, bald wieder gesunden. Hoffnung ist das eine, ein großes Wort, dass uns alle immerzu begleitet. Wir hoffen und hoffen und hoffen. Hoffnung trägt das Leben, ohne die kommst du nicht aus. Schon bevor du auf die Welt geworfen wirst, umspült sie dich, früher waren die werdenden Mütter guter Hoffnung. Auf dass ihr Kind gesund und wohlbehalten auf die Welt kommen und gedeihen wird und sie selber es auch gut überleben werden.
Aber da ist ja auch noch das andere Wort, der Schimmer. Ein schwaches Etwas, ein dünnes, kleines Licht, ein schwaches Leuchten, Glänzen und nur leichtes Funkeln. Wenn wir den Sonnenuntergang bestaunen, freuen wir uns am schwächer werdenden, aber immer noch leuchtenden Licht. Bei einem leicht schimmernden Stoff bestaunen wir die verschiedenen Schattierungen.
Doch als Hoffnungsschimmer macht er die Hoffnung schwächer. Und dennoch lässt er uns nicht verzagen in noch so schwierigen Zeiten. Wir klammern uns auch an den Schimmer wie an alles, was es uns leichter macht, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
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Hoffnungsschimmer
Ich weiß nicht recht. Dieses Wort klingt nach schwierigen, schlechten, dunklen und hoffnungslosen Zeiten. Klingt nach früher und nach alten Menschen, die noch den Krieg erlebt und davon erzählten haben damals, als ich ein Kind und später eine Jugendliche war.
Wobei, so ein Unsinn. Kriege gab es immer und wird es immer geben. Wir sehen es ja auch jetzt wieder und hätten es nicht für möglich gehalten. Da streiten die einen um Religionen und Ideologien, um Land, Besitz und Macht und hoffen auf den Sieg. Und die vielen anderen klammern sich an die Hoffnung, dass es nicht so schlimm kommen und bald vorbei sein wird.
Ständig hoffen wir. Dass wir gute Freunde finden, die große Liebe uns erhört, wir den gewünschten Job oder Wohnung bekommen, genügend Geld haben für das Überleben, nicht krank werden oder falls doch, bald wieder gesunden. Hoffnung ist das eine, ein großes Wort, dass uns alle immerzu begleitet. Wir hoffen und hoffen und hoffen. Hoffnung trägt das Leben, ohne die kommst du nicht aus. Schon bevor du auf die Welt geworfen wirst, umspült sie dich, früher waren die werdenden Mütter guter Hoffnung. Auf dass ihr Kind gesund und wohlbehalten auf die Welt kommen und gedeihen wird und sie selber es auch gut überleben werden.
Aber da ist ja auch noch das andere Wort, der Schimmer. Ein schwaches Etwas, ein dünnes, kleines Licht, ein schwaches Leuchten, Glänzen und nur leichtes Funkeln. Wenn wir den Sonnenuntergang bestaunen, freuen wir uns am schwächer werdenden, aber immer noch leuchtenden Licht. Bei einem leicht schimmernden Stoff bestaunen wir die verschiedenen Schattierungen.
Doch als Hoffnungsschimmer macht er die Hoffnung schwächer. Und dennoch lässt er uns nicht verzagen in noch so schwierigen Zeiten. Wir klammern uns auch an den Schimmer wie an alles, was es uns leichter macht, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.