Texte zum Alltäglichen -
der wöchentliche Schreibblog

Bis heute
RAU
Ein Schnitt, eine Zäsur. Es gibt ein Davor und dann ein Ende. Von gestern bis heute ist das eine, das andere kommt morgen.
Er benutzt diesen Begriff nie, gehört nicht zu denen, die so denken, handeln und ja, auch arbeiten. Er ist kein Geschäftsmann, Unternehmer oder Banker, der morgens die neuesten Zahlen betrachtet und denkt, bis heute bin ich mit dem Umsatz zufrieden, aber da geht noch was, da geht noch viel mehr. Oder dem leicht flau bis schlecht wird bei dem, was er da sieht, denn Stand heute müsste er eine neue Strategie oder Geschäftsidee entwickeln, eine zusätzliche Finanzquelle auftun oder Insolvenz anmelden. Zum Glück ist er auch kein Minister oder Staatssekretär, der quartalsmäßig Zahlen vorlegen muss: bis heute so viele Arbeitslose, Reiche, Pflegebedürftige, neue Autobahnkilometer, Straftaten,Sonnenstunden, Klimatote, Strom aus erneuerbaren Energien, Touristen und so viel weniger Wasser, Insekten, Vögel, Kinder, Beitragszahler in die Rente.
Aber auch viele andere denken und sprechen so, sind es nicht meist die Älteren? Gestern war noch alles gut und besser. Wer weiß, was morgen kommt? Kann ja nicht besser werden. Gerade in unseren Zeiten wird eher sorgenvoll nach vorne gesehen mit Ausnahme der Jugend. Hat nicht gerade eine aktuelle Studie zur Stimmung bei den Jugendlichen festgestellt, dass sie hoffnungsvoll in die Zukunft sehen?
Das hat ihm gefallen, sehr sogar. Nicht immer die Jammerei da draussen hören und lesen müssen. Schluss damit. Denn er ist einfach keiner, der in Zeitabschnitten denkt und diese dann auch noch bewertet. Er beschäftigt sich gerne mit dem Früher, liest gerne Biografien, gerade eine Biografie über Karl den Großen, und versucht, daraus für sein Leben zu lernen. Geniesst das Heute und ja, beschäftigt sich auch mit dem Morgen, besucht gerade einen Kurs über Inhalte, Möglichkeiten und Gefahren der KI.
Er sieht sich alles an, denkt darüber nach und erzählt gerne davon, beschreibt lieber und bewertet nicht, lässt sich auf das ein, was ist. Sieht lieber die Zusammenhänge, ob gestern, heute oder morgen, das alles gehört für ihn zusammen. Die Mauer fiel auch nicht an einem Tag, und die Auswirkungen davon erleben wir und wohl auch noch die nächsten Generationen. Es gibt immer Ursachen, Verbindungen und Lösungen, und mit den Zäsuren, nein, die mochte er noch nie und wird sie nie mögen.
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Bis heute
RAU
Ein Schnitt, eine Zäsur. Es gibt ein Davor und dann ein Ende. Von gestern bis heute ist das eine, das andere kommt morgen.
Er benutzt diesen Begriff nie, gehört nicht zu denen, die so denken, handeln und ja, auch arbeiten. Er ist kein Geschäftsmann, Unternehmer oder Banker, der morgens die neuesten Zahlen betrachtet und denkt, bis heute bin ich mit dem Umsatz zufrieden, aber da geht noch was, da geht noch viel mehr. Oder dem leicht flau bis schlecht wird bei dem, was er da sieht, denn Stand heute müsste er eine neue Strategie oder Geschäftsidee entwickeln, eine zusätzliche Finanzquelle auftun oder Insolvenz anmelden. Zum Glück ist er auch kein Minister oder Staatssekretär, der quartalsmäßig Zahlen vorlegen muss: bis heute so viele Arbeitslose, Reiche, Pflegebedürftige, neue Autobahnkilometer, Straftaten,Sonnenstunden, Klimatote, Strom aus erneuerbaren Energien, Touristen und so viel weniger Wasser, Insekten, Vögel, Kinder, Beitragszahler in die Rente.
Aber auch viele andere denken und sprechen so, sind es nicht meist die Älteren? Gestern war noch alles gut und besser. Wer weiß, was morgen kommt? Kann ja nicht besser werden. Gerade in unseren Zeiten wird eher sorgenvoll nach vorne gesehen mit Ausnahme der Jugend. Hat nicht gerade eine aktuelle Studie zur Stimmung bei den Jugendlichen festgestellt, dass sie hoffnungsvoll in die Zukunft sehen?
Das hat ihm gefallen, sehr sogar. Nicht immer die Jammerei da draussen hören und lesen müssen. Schluss damit. Denn er ist einfach keiner, der in Zeitabschnitten denkt und diese dann auch noch bewertet. Er beschäftigt sich gerne mit dem Früher, liest gerne Biografien, gerade eine Biografie über Karl den Großen, und versucht, daraus für sein Leben zu lernen. Geniesst das Heute und ja, beschäftigt sich auch mit dem Morgen, besucht gerade einen Kurs über Inhalte, Möglichkeiten und Gefahren der KI.
Er sieht sich alles an, denkt darüber nach und erzählt gerne davon, beschreibt lieber und bewertet nicht, lässt sich auf das ein, was ist. Sieht lieber die Zusammenhänge, ob gestern, heute oder morgen, das alles gehört für ihn zusammen. Die Mauer fiel auch nicht an einem Tag, und die Auswirkungen davon erleben wir und wohl auch noch die nächsten Generationen. Es gibt immer Ursachen, Verbindungen und Lösungen, und mit den Zäsuren, nein, die mochte er noch nie und wird sie nie mögen.