Texte zum Alltäglichen -
der wöchentliche Schreibblog

Amerika
Kennedy, Mondlandung, Woodstock, Bob Dylan, Obama, Hollywood-Schaukel, Robert de Niro, do you remember?
Coca-Cola, Kaugummi, American Express, E-mail, KitchenAid, Coffe to go, Googlemaps, Apple, AirBnB, Paypal, Chat GPT, do you use it?
Einst die Retter nach dem Krieg, die Erneuerer, die Ikonen. Alle wollten hin in dieses weite Land, wollten teilhaben an der Moderne, in der jede und jeder was werden konnte. Vom Tellerwäscher zur Millionärin. Ohne sie, ohne unsere großen Freunde auf der anderen Seite des Ozeans ist es nie gegangen. Sie haben vielen unserer Vorfahren eine neue Heimat gegeben, waren Vorreiter und Beschützer.
Heute erzählt mir meine Kollegin, dass sie sich kaum noch traut zu sagen, dass sie Amerikanerin ist. Ihre Staatsangehörigkeit will sie abgeben. Soll sie ruhig. Letzte Woche schreibt mein Freund, dass er nicht hineingelassen wird ins Land, weil er vor über zwanzig Jahren mal für die Uno in Afrika gearbeitet hat. Gestern lese ich, dass ein Richter nicht mehr mit seiner American Express Karte bezahlen kann, weil er ein falsches Urteil gefällt hat. Eine stolze Nation sieht dabei zu, wie ihr Ansehen in der Welt sinkt und ein alter, weißer Mann und seine Gefolgschaft allüberall Unruhe stiften und dicke Geschäfte machen.
Um Geschäfte ging es auch früher schon, aber auch um Ideale. Um Fortschritt und um Freiheit. Um die vor allem. Für alle. Nun ja, das hat etwas gedauert, aber immerhin. Wie beruhigend, dass die große und wunderschöne Statue immer noch im Hafen von New York die Ankommenden begrüßt. Wäre doch schade, wenn niemand mehr gerne kommen würde.
Once upon a time in America, do you remember?
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Coca-Cola, Kaugummi, American Express, E-mail, KitchenAid, Coffe to go, Googlemaps, Apple, AirBnB, Paypal, Chat GPT, do you use it?
Einst die Retter nach dem Krieg, die Erneuerer, die Ikonen. Alle wollten hin in dieses weite Land, wollten teilhaben an der Moderne, in der jede und jeder was werden konnte. Vom Tellerwäscher zur Millionärin. Ohne sie, ohne unsere großen Freunde auf der anderen Seite des Ozeans ist es nie gegangen. Sie haben vielen unserer Vorfahren eine neue Heimat gegeben, waren Vorreiter und Beschützer.
Heute erzählt mir meine Kollegin, dass sie sich kaum noch traut zu sagen, dass sie Amerikanerin ist. Ihre Staatsangehörigkeit will sie abgeben. Soll sie ruhig. Letzte Woche schreibt mein Freund, dass er nicht hineingelassen wird ins Land, weil er vor über zwanzig Jahren mal für die Uno in Afrika gearbeitet hat. Gestern lese ich, dass ein Richter nicht mehr mit seiner American Express Karte bezahlen kann, weil er ein falsches Urteil gefällt hat. Eine stolze Nation sieht dabei zu, wie ihr Ansehen in der Welt sinkt und ein alter, weißer Mann und seine Gefolgschaft allüberall Unruhe stiften und dicke Geschäfte machen.
Um Geschäfte ging es auch früher schon, aber auch um Ideale. Um Fortschritt und um Freiheit. Um die vor allem. Für alle. Nun ja, das hat etwas gedauert, aber immerhin. Wie beruhigend, dass die große und wunderschöne Statue immer noch im Hafen von New York die Ankommenden begrüßt. Wäre doch schade, wenn niemand mehr gerne kommen würde.
Once upon a time in America, do you remember?